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Börsen gibt es für alles, für Schweinebäuche, für Aktien, für Weizen, für Strom und für Autos natürlich auch – eben die Autobörse. Andere Termini dafür sind Fahrzeugbörse und Automarkt. Solche Märkte gibt es sowohl offline in der gegenständlichen Welt als ebenfalls online im Internet. Die Differenzen zwischen beiden sind enorm. Ein offline Automarkt kann sowohl privater Natur sein als auch von einem professionellen Autohändler betrieben werden. Das kann sowohl ein Erzeuger sein oder dessen Werksvertretung der seine Neuwagen und/oder Jahreswagen präsentiert als ebenfalls ein Autohändler der vom An- und Verkauf existiert und der eine Ansammlung von Gebrauchtwagen der verschiedenen Fabrikate anbietet. In jedem Fall ist ein Bereich oder Gelände vorhanden wo die Autos stehen. Dort können sie besichtigt und auch probegefahren werden. Die online Autobörse unterscheidet sich prinzipiell davon. Dabei handelt sich nur um ein Vermittlungsportal gleichartig einer Partnervermittlung wo Menschen auf der ganzen Welt zueinander finden können. Bei einem Online Automarkt treffen sich Abnehmer und Lieferanten, und wenn es sein muss ebenfalls aus der ganzen Welt. Was gewöhnlich keinen Sinn macht, es sei denn es handelt sich um spezielle Fahrzeuge oder kostbare Liebhaberstücke. Hier kann jeder sein Gefährt anpreisen, sowohl der professionelle PKW Händler als ebenfalls der Private. So können die oben angesprochene Werksvertretung und der Autohändler ihre sämtlichen Lager bei einer oder auch mehreren Autobörsen zur selben Zeit anpreisen. So erreicht man selbstverständlich nicht bloß einen regionalen Kreis von Bewerbern sondern einen Kreis von denkbaren Kunden bis weit über die Landesgrenzen hinaus. In welche Richtung die Vermittlung funktioniert ist dabei völlig gleichgültig, ob von PKW Händler an Autohändler, von Autohändler an privat, von privat an Autohändler und von privat an privat. Das Portal kümmert sich nicht darum, es stellt nur die Daten zur Verfügung. Logischerweise macht die Vermittlung zwischen privaten Menschen den stärksten Teil aus. Ein Gesichtspunkt ist möglicherweise noch erwähnenswert. Seit der Handel im europäischen Binnenmarkt bedeutend erleichtert wurde durch eine Vereinfachung der Umsatzsteuerregelung zwischen Unternehmen, können professionelle Händler die existierenden Preisdifferenzen zwischen den Staaten gewinnbringend für sich nutzen. Bei einer Autobörse muss man sich darüber im Klaren sein, dass sie keinerlei Garantie dafür übernimmt, ob die vom Anbieter angegebenen Angaben ebenfalls korrekt sind oder nicht. Dagegen werden von den Autobörsen, vornehmlich von den Marktführern, so viele Daten über das Kfz vom Anbieter abgefragt, dass der Bewerber sich zuvor erschöpfend informieren kann. Umso mehr, wenn dazu noch gute Fotos in ausreichender Menge verfügbar sind. Des Weiteren kann der Bewerber bequem von seinem heimischen PC aus in einem für ihn genehmen Umkreis um seinen Wohnsitz alle für ihn in Frage kommenden Anzeigen zusammen vergleichen und im Anschluss daran gezielte Termine mit den Händlern verabreden. Er ist dann schon so gut vorbereitet, dass er rasch möglicherweise existierende Unstimmigkeitenausmacht. Diese können dann immer noch bei der Besprechung über den Preis gewürdigt werden. Das ist auf jeden Fall besser als wenn man über einen Automarkt zwischen den ausgestellten PKW´s herumsucht und dem Verkäufer jeweils die Daten aus der Nase ziehen muss. Wer dagegen nur auf Grund der Beschreibung einen Blindkauf tätigt und bereits unbesehen einen Teil oder die ganze Summe bezahlt, ist persönlich schuld, wenn er später ernüchtert ist. So etwas macht man unter keinen Umständen. Die Wahrscheinlichkeit jedoch, dass man über eine Autobörse sein Wunschauto entdeckt ist relativ hoch. | ||